Normalerweise werden beide Augen von sechs äußeren Augenmuskeln in einem millimetergenauen Gleichgewicht gesteuert, um denselben Punkt zu fixieren. Strabismus tritt auf, wenn dieses neurologische oder anatomische Gleichgewicht gestört ist und die Augen die Parallelität verlieren.
Eine Sehschwäche liegt vor, wenn die Sehkapazität eines Auges nicht das normale Niveau (100 %) erreicht, obwohl der Augapfel selbst keine anatomischen oder strukturellen Schäden (wie Risse, Narben oder Tumoren) aufweist.
Das Auge ist in seinem Grundprinzip ein perfektes optisches System. Einfallende Lichtstrahlen passieren zuerst die klare äußere Schicht (Hornhaut/Kornea), werden dann von der inneren Linse gebrochen und genau auf das Sehzentrum (Netzhaut/Retina) fokussiert.
Sehübungen und visuelle Rehabilitation
So wie wir nach einem Beinbruch lernen müssen, Gehhilfen zu benutzen und durch Physiotherapie wieder zu laufen, muss auch das Gehirn nach einer zellulären Schädigung im Auge lernen, „neu zu sehen“ und sich an die veränderten Bedingungen anzupassen.
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