Das Säuglingsalter ist eine kritische Phase, in der die visuelle Entwicklung am schnellsten voranschreitet und die enormen Verbindungen zwischen Gehirn und Augen am intensivsten geknüpft werden. Manche Babys kommen jedoch mit seltenen, in ihren genetischen Codes verankerten Störungen zur Welt, die diese Entwicklung von Geburt an behindern. Diese unter dem Oberbegriff Kongenitale Retinadystrophien zusammengefassten Krankheiten sind komplexe erbliche Leiden, die das Sehvermögen bereits in den ersten Lebenstagen auf zellulärer Ebene beeinträchtigen.
Als Ophthalmologin Dr. Ayşe Öner und ihr erfahrenes Klinikteam für pädiatrische Augenheilkunde und Genetik agieren wir als internationales Referenzzentrum für die Diagnose und das Management dieser Krankheiten. Familien, die aus der ganzen Welt zu uns kommen, bieten wir eine Kombination aus fortschrittlichster genetischer Kartierung, klinischer Nachsorge auf Weltniveau und einer exzellenten Medizintourismus-Erfahrung in der Türkei.
„Kongenital“ bedeutet in der Medizin „angeboren“. Eine „Dystrophie“ beschreibt den Zustand, bei dem ein Gewebe (in diesem Fall die Netzhaut) aufgrund genetischer Fehler seine normale Entwicklung nicht abschließen kann, strukturell degeneriert und seine Funktion verliert. KRD ist somit kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein breites Spektrum erblicher Netzhauterkrankungen, welche die Photorezeptoren (Stäbchen- und Zapfenzellen) oder das unterstützende Retinale Pigmentepithel (RPE) direkt betreffen.
Normalerweise wandelt die Netzhaut Licht in elektrische Signale um, die über den Sehnerv an das Gehirn geleitet werden. Bei Babys mit KRD werden aufgrund von Gendefekten (Mutationen) lebensnotwendige Proteine entweder gar nicht oder fehlerhaft produziert. Infolgedessen können die Zellen ihre Aufgabe nicht erfüllen, sterben frühzeitig ab und verursachen einen schweren angeborenen Sehverlust.
Diese Gruppe wird je nach betroffenem Gen und Zelltyp unterteilt. Zu den häufigsten Formen gehören:
KRD sind zu 100 % genetisch bedingt. Bisher wurden mehr als 300 verschiedene Genmutationen identifiziert. Die Vererbungsmuster variieren:
Da Säuglinge ihren Sehverlust nicht artikulieren können, ist die Beobachtung entscheidend:
Während KRD früher oft als „unheilbare Blindheit“ galt, hat die Genetik im 21. Jahrhundert neue Horizonte eröffnet.
Internationale Familien stehen oft vor langen Wartezeiten für Gentests oder spezialisierte Untersuchungen in ihren Heimatländern. Unsere Klinik beseitigt diese Barrieren:
Kontaktieren Sie uns, um die genetischen Codes Ihres Kindes zu entschlüsseln und den Weg für eine hellere Zukunft zu ebnen.
Eine Untersuchung kann zeigen, dass eine Krankheit vorliegt, aber um den exakten Namen, die spezifische Genmutation und das Risiko für weitere Kinder der Familie zu bestimmen, reicht dies nicht aus. Neben einem umfassenden ophthalmologischen Mapping (OCT, FAF, ERG) ist zwingend ein Clinical Exome Sequencing (Gentest) aus dem Blut erforderlich. Unsere Klinik kombiniert diese Daten für eine präzise Diagnose.
Netzhautdystrophien sind keine Brechungsfehler (wie Myopie/Hyperopie), sondern Defekte der Wahrnehmung und Weiterleitung. Daher heilen Korrekturbrillen die Krankheit nicht. Dystrophie-Patienten leiden jedoch oft unter starker Lichtempfindlichkeit (Photophobie) und Kontrastverlust. In unserer Klinik passen wir Spezialfiltergläser (CPL, CPF) an, die schädliche Lichtfrequenzen blockieren, sowie optische/teleskopische Hilfsmittel für Sehbehinderte an.
Im Rahmen des VIP-Medizintourismus endet die Ungewissheit, sobald Sie die Türkei betreten. Am ersten Tag erfolgt ein optischer, metabolischer und elektrischer Augen-Check-up (OCT, FAF, ERG, VEP). Durch unsere genetische Beratung wird Ihre Krankheitskarte erstellt. Gemeinsam mit einem detaillierten Bericht in Ihrer Muttersprache wird Ihre Eignung für weltweit entwickelte Stammzell- und Gentherapien bewertet. Auch nach Ihrer Rückkehr wird der Prozess über unser Telemedizin-Netzwerk kontinuierlich überwacht.
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